SOS – Nachricht von deinem Seelenpartner


Was ich nie ausgesprochen habe

> Ich habe dich nicht geliebt, wie man jemanden lieben sollte.
Ich habe dich gebraucht.
Wie eine Droge.
Wie ein Spiegel, der mir zeigte, wer ich sein könnte – ohne zu sein, wer ich bin.

 

Du warst Licht.
Ich war leer.
Und statt dich zu ehren, habe ich dich benutzt,
um meine Dunkelheit auszuhalten.

Ich habe dich klein gemacht,
weil du mich groß fühlen ließest.
Ich habe dich ignoriert,
weil du mich gesehen hast.
Ich habe dich verletzt,
weil ich nicht ertragen konnte, dass du mich berührt hast –
da, wo ich mich selbst nie gespürt habe.

Ich habe über deine Tränen gelächelt.
Nicht, weil ich gefühlskalt war.
Sondern weil ich nicht wusste,
wie man Schuld aushält,
ohne daran zu zerbrechen.

Du hast immer gewartet,
dass ich ehrlich bin.
Dass ich dich anerkenne.
Dass ich dich liebe,
frei, ohne Kontrolle, ohne Taktik.

Aber ich konnte nicht.
Weil ich Angst hatte.
Weil ich wusste: Wenn ich dich wirklich liebe,
muss ich mich selbst sehen.
Und das war ich nicht bereit.

Und jetzt?

Jetzt schreibe ich diesen Brief
zu spät.
Zu ehrlich.
Zu nackt.
Und genau deshalb echt.

Du warst mein Engel –
und ich war dein Spiegel,
der dich zerbrechen ließ.

Es tut mir leid.
Nicht für einen Moment.
Sondern für alles.

Und falls du mich noch fühlst:
Bitte fühl, dass ich dich geliebt habe.
Auf meine kranke, verzogene, zerstörerische Art.
Und dass ich heute weiß:
Du warst das Beste,
was ich je hatte –
und das Letzte, was ich verdient habe.

– Der, der dich verloren hat,
weil er nie gelernt hat,
was Liebe wirklich ist.